maschathierrycyrille

Begrüssung in der Kathedrale von Chambéry am 3.August 2018

Willkommen heute abend in der grossen Familie VoCE 2014 – 2018, erweitert dies Jahr durch das Festival des Nuits d’Eté.

Wir dürfen heute abend besonders begrüssen
Sie, Pani Kozinska-Frybes, Generalkonsulin der Republik Polen, die Damen und Herren Abgeordneten der Region Auvergne-Rhône-Alpes, des Département Savoyen und der Stadt Chambéry.
Ich darf den Bürgermeister von Chambéry entschuldigen, M. Michel Dantin MPE, und insbesondere Monseigneur Philippe Ballot, Erzbischof von Chambéry, der gerne uns heute in seinem Sitz empfangen hätte.

Liebe Freunde,

die Singenden, die Sie heute abend hören werden, ebenso wie die jungen Erwachsenen der VoCE Summer Peace School, denen Sie vor der Kathedrale begegnen, reisten aus Rumänien, Ungarn, Bosnien-Herzegovina, Polen, Deutschland, Belgien und Frankreich hier an.

Im fünften Jahr nun besuchen sie sich in ihren jeweiligen Ländern. Die gemeinsame Erinnerung an die Jahre des Grossen Bruderkrieges 1914-1918 stärkten ihre Zugehörigkeit innerhalb Europas für Heute und Morgen. VoCE, « Voix et Chemins d’Europe », « Stimmen und Wege in Europa », so nannten wir unser Vorhaben.

2018 ist das Jahr der Gedenken an die Wege aus dem Krieg – so verschiedene !
- die Nationen in Westeuropa feiern den Sieg und meditieren die ihm gebrachten Opfer,
- Deutschland fürchtet seine Erinnerungen,
- Mittel- und Südosteuropa schwelgt in den Freuden der nationalen Wiedergeburten von damals, aber seine Staaten müssen noch heute Wege aus den beiläufigen  Widersprüchen des Nationalitätenprinzips  finden.

Diese versprengten Erinnerungen begleiteten auch uns auf unseren Wegen durch Europa seit 2014. Unser grosses Glück dabei waren die jungen Frauen und Männer aus Bosnien-Herzegovina unter uns. Die nämlich, in ihren schieren Existenzen vom Krieg geprägt, zeigten das Wesentliche und sammelten uns immer wieder:
der Konkurrenz der Erinnerungen setzten sie die gemeinsame Erinnerung des Willens zum Leben entgegen, die Erinnerung der Hoffnung.
Sie skizzierten mit uns die Erinnerungen an den Glauben an die Zukunft, gezogen aus dem unerschöpflichen, nie auszutrocknendem,  Reservoir  des Wunsches nach Menschlichkeit.
repe2Foto J.P. Dupraz
Erinnerungen an Menschlichkeit, die uns Europäern noch helfen werden auf den unsicheren Wegen unserer Zivilisation. Das haben wir gesichert gelernt in diesen fünf Jahren.
Und wir können dem französischen Komponisten Thierry Machuel nicht genug dafür danken, dass er unsere Wege in sich aufgenommen und zu Musik gemacht hat, und heute abend bei uns ist.

Und wir haben denen zu danken, die uns gefolgt sind, Einige zu dieser Begegnung hier in Savoyen, Einige von Anfang an.
Ich möchte zuallererst der Stadt Chambéry für ihre Begeisterung für unsere Projekt hier bei ihr danken.
Ich möchte der Region Auvergne-Rhône-Alpes , der Stiftung Hippocrène, dem Département Savoyen und der Universität Savoie-Montblanc danken für die Unterstützung von VoCE 2018, hier in Savoyen und in Berlin.
Ich möchte der französischen Mission du Centenaire, dem DFJW, der Alfred-Toepfer-Stiftung/FvS, und vor allem dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland danken für ihr jahrelanges Vertrauen.

In erster Linie aber stehen alle Protagonisten von VoCE 2014-2018 in den sieben Ländern, ohne deren vielseitigen, auch finanziellen, Einsatz wir nicht einen einzigen Schritt vor den anderen gesetzt hätten.
All denen und deshalb auch Ihnen, liebe Freunde heute abend, gehört unsere grosse dankende Anerkennung.

Cyrille Colombier, Chorleiter, Künstlerischer Leiter von VoCE 2014 – 2018 und Präsident des Festival des Nuits d’Eté, ebenso wir der Komponist Thierry Machuel werden sich nun an Sie wenden.

Mascha Join-Lambert
3 août 2018